Mitteilung

19.01.2018

Stimmen der Landtagsfraktionen

Wird ehrenamtliches Engagement in Bayern ausreichend gefördert?

Dass alle Vertreter der Landtagsfraktionen das Ehrenamt für eine unverzichtbare Säule der Gesellschaft halten, verwundert nicht. Aber wird das ehrenamtliche Engagement in Bayern auch ausreichend gefördert und unterstützt? Dazu haben sich folgende Abgeordnete geäußert:

Oliver Jörg von der CSU nimmt vor allem die Vereine in den Blick: Um die Mitarbeit und gerade auch die Verantwortungsübernahme in einem Vorstand zu erleichtern, erachtet er es für ein "zentrales Anliegen, Bürokratieabbau gerade auch im Ehrenamt fortzuführen".

Ruth Waldmann von der SPD nennt als ein Beispiele für "viele offene" Themen "die berufliche Freistellung für all diejenigen, die sich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit qualifizieren und weiterbilden wollen".

Hans Jürgen Fahn von den Freien Wählern liegt vor allem die Förderung des Engagements bei Jugendlichen und die Verknüpfung von Engagement und Bildung am Herzen: "Hier fordern wir seit Jahren, das Konzept des "Service Learning" in den bayerischen Schulplänen zu verankern". Außerdem fordert er eine Stärkung der Infrastrukturen für das Ehrenamt und hält es für wünschenswert, "in jeder Kommune einen Ansprechpartner fürs Ehrenamt zu haben".

Kerstin Celina von den Grünen fordert gerade mit Blick auf die Hilfe für Menschen mit Fluchtgeschichte "Rahmenbedingungen, die Ehrenamtliche nicht demotivieren". Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer würden entmutigt und frustriert, wenn sie "einen jungen Geflüchteten beim Deutschlernen, Schulabschluss oder Suchen nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen erfolgreich unterstützt haben, aber der Betreute dann keine Arbeitserlaubnis bekommt oder die Abschiebung droht".