Die Preisträger der Kategorie 2 „Neue Ideen“ dotiert mit jeweils 3.000 €

„Pack ma‘s – Engagement fördern mit Family Volunteering“ der Caritas-Freiwilligenagentur "Anpacken mit Herz" im Landkreis Weilheim-Schongau (Oberbayern):

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Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Claudia Hörbrand, Gabi Hager-Königbauer, Dr. Margarethe Drexel, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Die Caritas-Freiwilligenagentur "Anpacken mit Herz" im Landkreis Weilheim-Schongau will zukünftig ihr besonderes Augenmerk auf generationenübergreifendes Engagement setzen. Das sogenannte „Family Volunteering“ ist hierzulande noch so gut wie unbekannt. Bei dieser Form des Engagements engagieren sich mehr als eine Person eines Haushalts oder einer Familie gemeinsam. Hintergrund dieses Ansatzes ist die Erkenntnis, dass sich Erwachsene eher engagieren, wenn sie als Kinder bereits aktiv waren bzw. von ihren Eltern den Wert des Engagements vorgelebt bekommen haben. Hier soll also ein niedrigschwelliger Einstieg ins Ehrenamt gefördert werden. „Unsere Gemeinschaft lebt davon, dass sich Menschen freiwillig engagieren: Jung und Alt, heute und morgen. Als Bayerische Familienministerin finde ich diesen Ansatz deshalb sehr interessant: Ehrenamt mit und von der Familie her zu denken. Dadurch kann das Ehrenamt noch tiefer in unserer Gesellschaft verankert werden“, freut sich Scharf.

 

„Sport gestaltet Vielfalt“ der Diskriminierungsfreie Gesellschaft gGmbH i.G. aus Fürstenfeldbruck (Oberbayern):

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Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Annarina Kemnitz, Dr. Lorenz Laing, David Schupp, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Das geplante Projekt will einen Beitrag zu einer diskriminierungsfreien Gesellschaft leisten. Ansatzpunkt ist dabei der Bereich des Sports. Geplant ist eine 20-teilige Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche in Sportvereinen und Sportverbänden. Die Ehrenamtlichen sollen darin geschult werden, Vorurteile und unterschiedliche Diskriminierungsformen zu erkennen. Anschließend werden die Ehrenamtlichen Strategien sowie Methoden kennenlernen, um Vorurteilen und Diskriminierung vorzubeugen oder sie nachhaltig zu bekämpfen. „Diese Idee fördert Fairplay in Sport und Gesellschaft. Im Sportverein begegnen sich viele Menschen. Hier spiegelt sich unsere Gesellschaft wider. Wenn es also im Sportverein gelingt, Diskriminierung einen Riegel vorzuschieben, dann strahlt eine in diesem Sinne gelebte Vereinskultur auch auf unsere Gesellschaft insgesamt aus“, so Scharf.

 

"KSJ für alle – inklusive, gemeinsame Jugendarbeit“ der Katholischen Studierenden Jugend Stadtgruppe Regensburg (Oberpfalz):

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Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Noah Walczuch, Yannick Rittner, Julian Beyersdörfer, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Die Stadtgruppe Regensburg der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) hat sich zum Ziel gesetzt, körperlich und geistig behinderte Kinder in die Gruppen mit einzubinden. Damit will sie eine schulübergreifende Gemeinschaft, die alle Gesellschaftsschichten umfasst, fördern. Die Gruppenmitglieder sollen durch gemeinsamen Projekte Vorurteile abbauen und durch Einblicke in das Leben der Kinder mit Behinderung gegenseitiges Verständnis aufbauen. „Unsere Gesellschaft lebt vom Miteinander. Hier setzen junge Menschen aus ihrer christlichen Überzeugung heraus ein Statement. Sie wollen Inklusion leben und zeigen, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg und wertvolle Erfahrungen bei der Umsetzung ihrer Idee“, hebt Scharf hervor.

 

„Mensch Roma – Triff uns!“ des Romanity e.V. aus München (Oberbayern):

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Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Helmut Schwertler, Radoslav Ganev, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Das geplante Projekt will Menschen zusammenbringen und alte Denkmuster aufbrechen. Konkret geht es um die Begegnung und den Austausch mit Sinti und Roma. Menschen mit Romno-Hintergrund sollen als Mediatorinnen und Mediatoren gefunden werden. Im sozialen und ehrenamtlichen Bereich sollen Treffen organisiert werden, bei denen Menschen ungezwungen und frei Fragen stellen können. Der Romanity e.V. will dieses Projekt mit anderen Kooperationspartnern durchführen. „Nur, wenn sich Menschen begegnen, kann Verständnis füreinander reifen. Das ist der beste Weg, um eventuell bestehende Vorurteile abzubauen. Unsere Gemeinschaft lebt vom Miteinander, das an den vielfältigsten Stellen mit Leben erfüllt werden muss. Diese ausgezeichnete Idee ist ein wichtiger und vorbildhafter Mosaikstein für mehr Verständnis“, so Scharf.

Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
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