Die Preisträger der Kategorie 1 " Innovative Projekte" dotiert mit jeweils 10.000 €

"Wir helfen Helfern“ des Dragon Dojo Großmehring e.V. (Oberbayern):

BIE2022-Preisträger Projekte 01

Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Alina Dietrich, Markus Dietrich, Staatsministerin Ulrike Scharf; Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Dieses Projekt setzt aus dem Ehrenamt heraus ein Zeichen gegen die vielfach zu beobachtende Gewaltbereitschaft gegenüber Einsatzkräften. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Gewalt“ bietet der Karateverein aus Großmehring kostenlose Selbstverteidigungskurse für Rettungskräfte an. Vereine und ehrenamtliche Organisationen sollen gleichzeitig dadurch motiviert werden, sich gegenseitig zu unterstützen. Die bisher durchgeführten Kurse stießen auf äußerst positives Echo bei Rettungsdiensten. „Ehrenamt hilft Ehrenamt. Das finde ich großartig. Ich hoffe, dass dieses vorbildliche Projekt viele Nachahmer findet. Für uns alle ist dieses Projekt zugleich ein Appell, mit persönlichem Einsatz für eine bessere Gesellschaft zu sorgen – egal, in welchem Bereich“, hebt Scharf hervor.

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YAM – Youth Aware of Mental Health“ der Mental Health Initiative gemeinnützige GmbH aus München (Oberbayern):

BIE2022-Preisträger Projekte 02

Von links nach rechts: Eva Gottstein, Caroline Hautkappe, Dr. Joachim Hein, Anna Maletz, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

In diesem schulbasierten Programm für Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren geht es um die Förderung der psychischen Gesundheit Jugendlicher und um Suizidprävention. Hierfür werden Ehrenamtliche geschult, die jeweils in Zweierteams Schulklassen besuchen. Spielerisch, über Diskussionen und Rollenspiele werden die Themen Depression und Krise thematisiert, um mit den Jugendlichen darüber in den Austausch zu kommen. „Junge Menschen haben manchmal eine schwere Zeit, ohne dass dies offensichtlich ist. Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg belasten viele zusätzlich. Es ist gut und wichtig, die Themen Suizid und psychische Belastung zu entstigmatisieren. Junge Menschen brauchen Hilfe auf Augenhöhe und gegenseitiges Verständnis. Deshalb wünsche ich diesem ausgezeichneten Projekt viel Erfolg und gratuliere herzlich!“, so Scharf.

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Mobile E-Bike Sanitäts-Station“ der BRK Bereitschaft Scheßlitz-Heiligenstadt (Oberfranken):

BIE2022-Preisträger Projekte 03

Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Daniel Konrad, Holger Deinhart, Andreas Kraus, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Die BRK Bereitschaft Scheßlitz-Heiligenstadt hat eine flexible Sanitätsstaffel auf die Beine bzw. auf die Räder gestellt und dadurch ihre notfallmedizinische Erstversorgung ergänzt. Ein PKW-Koffer-Anhänger wurde zu einer mobilen Sanitätsstation umgebaut, in der auch E-Bikes Platz finden. Damit gelangen die Einsatzkräfte zum Beispiel bei Großveranstaltungen auch abseits befestigter Wege besser zu ihrem Einsatzort. „Dieses Projekt zeigt, dass Ehrenamtliche ein gutes Gespür dafür haben, was vor Ort gebraucht wird und weiterhilft. Mit Leidenschaft wurde hier eine gute Idee in die Tat umgesetzt. Mir gefällt außerdem, dass Erwachse und Jugendliche gemeinsam ihr Ehrenamt weiterentwickelt haben. Mit frischen Ideen, die noch dazu umweltfreundlich sind, kann man junge Menschen für das Ehrenamt gewinnen. Deshalb ist aus meiner Sicht dieses Projekt in mehrfacher Hinsicht zur Nachahmung empfohlen“, hebt Scharf hervor.

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Podcast "Wake UP! Futter fürs Hirn" des Vereins Gemeinsam leben & lernen in Europa aus Passau (Niederbayern):

BIE2022-Preisträger Projekte 04

Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Perdita Wingerter, Lena Bergmann, Laura Schneider, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Ziel des ausgezeichneten Vereins ist es, jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dabei sollen bei allen vom Verein entwickelten und umgesetzten Projekten Toleranz, Vielfalt und Chancengleichheit gefördert werden. Prämiert wurde nun ein von jungen Frauen ehrenamtlich gestalteter Podcast zu einer Vielzahl an gesellschaftspolitischen Themen.

Die Beteiligten wollen einfach und verständlich über aktuelle und wichtige Themen informieren und dabei aufzeigen, wie sich jede und jeder im Alltag einbringen kann. „Unsere Gemeinschaft lebt davon, dass sich Menschen einbringen. Wie wertvoll ist es da, wenn sich junge Menschen zum Ziel gesetzt haben, auch andere für Toleranz, Vielfalt und Chancengleichheit zu gewinnen, sich zu interessieren und mitzumachen! Ehrenamt zeigt hier in vorbildlicher Weise, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Eine aktive Zivilgesellschaft lebt von solchen Keimzellen bürgerschaftlichen Engagements“, betont Scharf.

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„Faustlosschulungen im Landkreis Erlangen-Höchstadt “ der Frederik und Luca Stiftung gemeinnützige GmbH mit Sitz in Elsenfeld (Mittelfranken):

BIE2022-Preisträger Projekte 05

Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Celine Wilke, Georg Ballmann, Jaqueline Ballmann, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Bei diesem Schulungsprogramm für pädagogische Kräfte aus Kindergärten und Grundschulen handelt es sich um ein wissenschaftlich fundiertes Präventionsprogramm gegen Gewalt. Durch die geschulten Kräfte sollen Kindern auf alters- und entwicklungsadäquate Weise Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut vermittelt werden. Verstärkt wird das Projekt durch eine Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat, Initiativen und Maßnahmen zu unterstützen, um ein friedliches, tolerantes, menschenwürdiges und gewaltfreies Miteinander zu fördern. Hintergrund der Stiftungsgründung ist ein brutales Gewaltverbrechen, bei dem im Jahr 2019 zwei Jugendliche, die in Nürnberg schlichtend in eine Auseinandersetzung eingreifen wollten, vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurden und zu Tode kamen. „Mich bewegt es zutiefst, dass aus persönlich erfahrenem Leid so viel Einsatz für andere und die Gemeinschaft entstehen kann. Es ist ein wunderbarer Ansatz, mit einem Bildungsprogramm bereits für die Kleinsten dazu beizutragen, selbstloses Engagement und Zivilcourage in unserer Gesellschaft zu verankern. Menschlichkeit und Nächstenliebe – das ist das, was unser Miteinander prägen soll und wertvoll macht“, betont Scharf.

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"Bundesweit erste Inklusionskletterhalle“ der DAV Sektion Stützpunkt Inntal e.V. (Oberbayern):

BIE2022-Preisträger Projekte 06

Von links nach rechts: Ehrenamtsbeauftragte Eva Gottstein, Achim Haug, Natascha Haug, Katja Müller, Staatsministerin Ulrike Scharf, Foto: StMAS/ Alexander Göttert

Dieser Preisträger hat sich Inklusion auf die Fahnen geschrieben. Die DAV Sektion Stützpunkt Inntal e.V. ist der erste Mitgliedsverein des Deutschen Alpenvereins mit Schwerpunkt Inklusion. Hier klettern Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite. Zur Zeit wird eine neue Kletterhalle gebaut, in der Ehrenämter und Arbeitsplätze inklusiv besetzt werden.
„Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz selbstverständlich dazu gehört. Wie gut das funktioniert, zeigt dieser Preisträger in vorbildlicher Weise im Sportbereich. Denn hier können Menschen mit und ohne Behinderung zusammen klettern und sich selber einbringen, ob ehrenamtlich oder beruflich. Das ist gelebte Inklusion“, freut sich Scharf.

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Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
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