Die Preisträger in Kategorie 1 „Innovative Projekte“ dotiert mit jeweils 10.000 €:

„Jung übt sich: Die Retter von Morgen!“

Jugendgruppen der Augsburger Hilfsorganisationen (Schwaben)

Unter dem Motto „Gemeinsam stark!“ haben sich mittlerweile neun Jugendgruppen von Hilfsorganisationen in Augsburg und Umgebung verbandsübergreifend zusammengeschlossen, um andere junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Ohne Berührungsängste planen und organisieren sie gemeinsame Ausbildungen, Übungen und Aktionen. So wurden etwa 24- bzw. 48-Stunden-Jugendübungen mit realistischer Unfalldarstellung durchgeführt, durch die die jungen Menschen auch Aufmerksamkeit und Verständnis für die Arbeit der Hilfsorganisationen in der Öffentlichkeit geweckt haben. „Hier lernen Jugendliche früh, was Zusammenarbeit heißt. Dieser Blick für das Ganze und die dynamische und kreative Verantwortungsbereitschaft der jungen Menschen haben die Jury überzeugt“, so Trautner.

„IG OMa“

Interessengemeinschaft zur Förderung der dörflichen Entwicklung in Oberdorf und Martinszell (Waltenhofen, Schwaben)

In herausragender Weise haben Bürgerinnen und Bürger in diesen Ortsteilen von Waltenhofen Eigenverantwortung für ihr Dorf übernommen. Als das letzte Wirtshaus und der letzte Tante-Emma-Laden am Ort zusperrten, packten sie selbst mit vielen Ideen und Leidenschaft an. Im Zentrum des 2014 gegründeten Vereins steht der in ehrenamtlicher Arbeit umgebaute ehemalige Bahnhof als Dorftreff mit Bistro und Kleinkunstbühne. Dabei hat sich die Initiative ein breites Themenspektrum auf die Fahnen geschrieben und stetig fortentwickelt: Dorfgestaltung, Infrastruktur, Klimaschutz, soziales Miteinander und Kultur am Ort zählen dazu. „Hier ist eine lebendige Dorfgemeinschaft mit Vorbildcharakter entstanden“, so Trautner.

„Nachhaltigkeits- und Zukunftszentrum Alte Feuerwache Fürth“

Initiative „Fürth.Ort“ (Mittelfranken)

Die Initiative „Fürth.Ort“ setzt sich dafür ein, dass in der 2020 frei werdenden Alten Feuerwache in Fürth ein Nachhaltigkeits- und Zukunftszentrum entsteht. Das Ziel dieses Netzwerkes ist es, verschiedene Initiativen, Kreative und Künstler aus allen Lebensbereichen zusammenzubringen und gemeinsame Räume für diese Initiativen zu schaffen. Die Initiative zielt auf Bürgerbeteiligung und hat inzwischen erreicht, dass aufgrund eines Stadtratsbeschlusses von der Stadtverwaltung ein entsprechendes Konzept für die zukünftige Nutzung der Alten Feuerwache entwickelt wird. „Die gelebte Bürgerverantwortung ist ein lebendiger Beitrag zur Demokratie und ein Markenzeichen unserer freiheitlichen Gesellschaft. Es ist wichtig und wertvoll, dass sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen für die Gestaltung unserer Zukunft ein-bringen“, so Trautner.

„Nachhaltiges soziales Engagement in der Region: Tat vor Ort“

Robert Bosch GmbH des Werks Blaichach/Immenstadt (Schwaben)

Das Übernehmen sozialer Verantwortung und das nachhaltige Engagement in der Region hat im Robert-Bosch-Werk Blaichach in Immenstadt eine lange Tradition. Seit 2011 führen Auszubildende im zweiten Lehrjahr in Projektteams eigenständig ehrenamtliche Projekte durch. 2017 wurde die Initiative auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeweitet. Das Unternehmen unterstützt die Projekte, die unter dem Stichwort „Tat vor Ort“ laufen, dabei auch finanziell und will nun die Initiative auf Partnerfirmen und Netzwerkkontakte erweitern. „Dieses Unternehmensengagement ist vorbildlich. Hier wurde gemeinsam erkannt, dass vom ehrenamtlichen Engagement alle Beteiligten profitieren: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Unternehmen und die Region“, so Trautner.

„Schaffenburg e.V. Treffen – Schaffen – Teilen“

Verein Schaffenburg e.V. in Aschaffenburg (Unterfranken)

Der Verein Schaffenburg e.V. bietet unter dem gelebten Motto „Treffen – Schaffen – Teilen“ mit seiner Werkstatt eine soziale Plattform für nachhaltige Technik. Naturwissenschaftlich interessierte Menschen finden hier ein breites Themenspektrum, in dem sie sich gemeinsam mit anderen verwirklichen können. Dabei spielen soziale Aspekte für den Verein eine große Rolle. Er arbeitet mit dem Ziel einer generationenübergreifenden technisch-kulturellen Bildung mit Inklusion von Menschen mit Behinderung und sozial benachteiligten Menschen. Deshalb hat sich der Verein auch mit anderen Einrichtungen, wie Jugendzentrum oder Mehrgenerationenhaus, vernetzt. „Dem Projekt gelingt es in vorbildlicher Weise, innovative Technik, Nachhaltigkeit und Soziales unter einen Hut zu bringen und damit einen besonderen Ort des gemeinsamen Erlebens zu schaffen“, so Trautner.

„Schule Als Staat, Grassington“

SMV des Erasmus-Grasser-Gymnasiums in München (Oberbayern)

Die Schülermitverantwortung (SMV) des Erasmus-Grasser-Gymnasiums in München hat das Projekt „Schule als Staat“ als Schülerinitiative an ihrer Schule bereits zweimal überaus erfolgreich durchgeführt. In einem einwöchigen Planspiel wurde jeweils eine bestimmte Staatsform mit allen Institutionen nachgespielt. Den Schülerinnen und Schülern kommt es darauf an, durch das „Erleben“ anderer Staatsformen die Vorteile einer Demokratie sichtbar zu machen und so auch die Partizipation im eigenen Staat zu fördern. „Die Schülerinnen und Schüler haben Sozialkunde in die Praxis umgesetzt. Es ist gut, wenn eine Schule auch diese Form nachhaltiger Bildung ermöglicht. Das ist ein Gewinn für die gesamte Schulfamilie“, so Trautner.

Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
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